RC-Flugzeug

Rückstoßantrieb

Der Rückstoßantrieb wurde, wie so vieles andere von der Natur abgeschaut. Beispielsweise bei den Tintenfischen, welche eine bestimmte Menge Wasser einsaugen und dieses Wasser durch schlagartiges und kräftiges Zusammenziehen der Muskeln wieder ausstoßen. Durch diesen Vorgang entsteht ein Rückstoß, mittels dessen sich der Tintenfisch doch recht schnell fortbewegen kann.

Es gibt verschiedene Arten von Rückstoßantrieben, welche den Zweck erfüllen, Luftfahrzeuge fortzubewegen (Originale und RC-Flugzeuge), deren Dichte weitaus höher wie die der Außenluft ist. Die Antriebe sind zum Beispiel das Strahltriebwerk, das Staustrahltriebwerk und das Raketentriebwerk. Das Strahltriebwerk dient zum Antrieb kleiner, mittelschwerer Passagierjets, von Großraumflugzeugen und auch militärischer Kampfjets.

Durch ein Strahltriebwerk wird die Umgebungsluft angesaugt, verdichtet und in der sogenannten Brennkammer der Treibstoff (in der Regel Kerosin) eingespritzt. Durch die Verbrennung des Treibstoffes verringert sich der Gasdruck bei gleichzeitiger Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit. Im hinteren Teil des Triebwerks werden durch das strömende Gas Turbinenblätter angetrieben, welche über die Turbinenwelle sämtliche Nebenaggregate des Triebwerks antreiben. Im letzten Teil der Turbine, in der Schubdüse nimmt das Gas den Umweltdruck an, was eine weitere Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit und somit den Düsenantrieb ausmacht.

Ein Staustrahltriebwerk funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, nur dass bei diesem Prinzip keine Schubentwicklung im Stand zustande kommen kann, da die Verdichtung der Luft ausschließlich durch die Höhe der Geschwindigkeit zustande kommt.

Raketentriebwerke werden, wie der Name schon sagt, größtenteils zum Antrieb von Raketen verwendet, zum größten Teil im militärischen Bereich, und zum geringeren Teil in der zivilen Raumfahrt. Natürlich gibt es auch raketengetriebene Landfahrzeuge zum Erreichen von Geschwindigkeitsrekorden. In den meisten Fällen unterscheidet man zwischen Flüssig- und Feststoffraketen.