RC-Flugzeug

Leichter als Luft

Der Antrieb durch das Prinzip "leichter als Luft" wird in der Luftfahrt bei Heißluftballons, Gasballons und Luftschiffen verwendet. Es können schließlich nur Geräte fliegen, bzw. in der Luft fahren, wenn sie leichter sind als Luft, was heißen will: Ihre spezifische Dichte ist im gesamten geringer, wie die der Umgebungsluft. Bei Heißluftballons wird dieses erreicht, indem die im Ballon befindliche Luft mit einem Gasbrenner erhitzt wird, bis diese Luft inklusive der Hülle und des Korbes, welche eine sehr starke Dichte aufweisen, im Gesamtergebnis geringer dicht sind, wie die Umgebungsluft. Durch dieses rein physikalische Prinzip erhebt sich der Heißluftballon und fährt durch die Lüfte. Für den Laien sei gesagt: Ein Ballon und auch ein Luftschiff fliegt nicht, sondern fährt durch die Luft, da wie beim Ozeandampfer Wasser, hier die Luft das tragende Medium sind. Allerdings funktioniert besagter Ozeandampfer nach dem gleichen Prinzip, da er eine wesentlich geringere Gesamtdichte aufweist, wie das in umgebende Medium, nämlich Wasser.

Bei Gasballons wird als Füllung Wasserstoff oder Helium benutzt. Bevorzugt wird allerdings Helium, da es nicht brennbar ist, obwohl es doppelt so dicht wie Wasserstoff ist. Nur die Gefahr, dass ein mit Wasserstoff gefüllter Ballon in Verbindung mit Sauerstoff sehr leicht brennbar ist, und schon durch leichte Umwelteinflüsse entzündet werden kann. Für das bemannte Ballonfahren wird Wasserstoff aus Gründen der Sicherheit nicht mehr verwendet. Gasballons haben einen riesigen Vorteil, dass sie z.B. als Wetterballons bis in die oberen Schichten der Atmosphäre aufsteigen können. Im Voraus muss festgelegt werden, bis zu welcher Höhe der Ballon überhaupt steigen soll, dementsprechend intensiv hat die Gas/Luft Mischung auszufallen. Je höher der Ballon steigt, desto mehr dehnt er sich aufgrund des geringer werdenden Luftdrucks aus, bis hin zum Platzen des Ballons und einem kontrollierten Absinken mittels Fallschirmen. Und die Höhe, in der der Ballon letztendlich zerplatzt wird durch die Gasmischung vor d em Start eingestellt.

Letztendlich ist da noch der Zeppelin als Luftschiff zu nennen, welches, benannt nach seinem Konstrukteur Graf Zeppelin, in der Zeit von 1900 - 1940 seine Blütezeit erlebte. 1937 aber nach der Zeppelin Katastrophe in Lakehurst USA wurde der deutsche Personenverkehr mit Wasserstoff gefüllten Luftschiffen sofort und unwiderruflich eingestellt. Das ungefährliche Helium war zu dieser Zeit aufgrund eines Handelsembargos gegen Deutschland nicht zu erhalten. Heutzutage gibt es aber wieder einige Helium gefüllte Zeppeline, welche mit interessierten und natürlich zahlenden Kunden durch den Himmel fahren. Auch die Nostalgie darf nicht zu kurz kommen.

In neuester Zeit wird aber bereits wieder mit einem Schwerlast-Luftschiff experimentiert, welches extrem schwere und unhandliche Bauteile, wie zum Beispiel Brücken an ihren Bestimmungsort transportieren soll und dort auch anstatt eines Kranes den Aufbau des Bauwerkes unterstützt. Bislang aber scheitert das Projekt noch an diversen technischen Problemen und vor allen an der Finanzierung.